Ullstein-Halle und Axel-Springer-Passage liegen direkt im historischen Zeitungsviertel Berlins. Hier wurden in den 1920er Jahren über 140 Tages- und Wochenzeitungen produziert. Nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg baute der Axel-Springer-Verlag bewusst 1966 sein Verlagshaus direkt an der Berliner Mauer in der Kochstraße, wenige Meter vom Checkpoint Charlie entfernt und dort, wo früher die Jerusalemkirche stand. Die Umrisse der Kirche, die von den Berlinern auch „Zeitungskirche“ genannt wurde, sind noch heute mit Pflastersteinen markiert.
1994 wurde das Gebäude um ein zweites Hochhaus erweitert und wenige Jahre später die alte, dahinter gelegene Druckerei abgerissen. Auf dieser Fläche entstanden die Ullstein-Halle und Axel-Springer-Passage, die 2004 eingeweiht wurden.
Die Axel-Springer-Passage ist rund 150 Meter lang und 85 Meter breit. Außen wird das Erscheinungsbild durch eine moderne Glasfassade und innen durch die zeitgemäße Interpretation der traditionellen Architektur Berliner Höfe geprägt. Funktionales und architektonisches Herzstück der Axel-Springer-Passage sind vier glasüberdachte Innenhöfe mit der Mittelbar als Zentrum.